Projektwoche «Kontext – Text und Interaktion»
Pascale Anderegg, Nicole Watrinet, Stephanie Fuchs
Prototyp: chluedo.ch
Präsentation: Präsentation chluedo
Entstanden ist ein online Spiel, bei welchem der Spieler Rätsel lösen muss. Abgeleitet vom bekannten Spiel Cluedo, ist chluedo dessen digitaler, schweizerischer Verwandter. Die Spielsprache ist Schweizer Dialekt – inklusive Französisch und Italienisch. Du benötigst dazu dein PC, Laptop, Tablet oder Smartphone und rufst die Seite chluedo.ch auf. Die Website chluedo.ch wird in Schweizerdeutsch gehalten, da man ohne Schweizerdeutsch zu beherrschen das Spiel nicht spielen kann. Alles Weitere erfährst du in der Bedienungsanleitung.
Was: Spiel verknüpft mit Fakten rund um die Schweiz
Wer: Als Zielgruppe gelten alle die lesen können und sich ein bisschen für Schweizer Kultur begeistern
Wieso: Als Spass oder zum spielerischen Kennenlernen der Schweizer Vielfalt, Dialekt, Wappen, Tradition und Geschichte.
Chluedo ist geeignet für einen Spieler. Als erstes kannst du im Intro – welches im Viewport erscheint – lesen, was passiert ist. In unserem Beispiel hat einer unserer 26 Kantone den «Böög» gestohlen. Ziel ist es nun, anhand der Dialekte und Eigentheiten der Kantone, welche sich natürlich gegenseitig beschuldigen, den Täter zu eruieren. Der Weg ist das Ziel.
Du beginnst mit der Auswahl des Schwierigkeitsgrades:
Dem User wird nicht angezeigt wieviele Karten er entschlüsseln muss bis er am Ziel angelangt ist.
Sobald du einen Schwierigkeitsgrad ausgewählt hast, startet das Spiel mit der ersten Kantonskarte. Finde nun heraus, welcher Kanton als nächstes verdächtigt wird, den Böög geklaut zu haben und decke durch klicken/tippen die verdeckte Kantonskarte auf. Hast du den richtigen Kanton gewählt, erhälst du den nächsten Hinweis. Hast du die falsche Karte angeklickt, verlierst du eines deiner drei Leben, welche unten rechts als Edelweiss angezeigt werden. Eine Fehlermeldung erscheint, welche von 10 Sekunden von alleine wieder verschwindet und du hast erneut die Chance den richtigen Kanton zu wählen.
Kommst du nicht weiter und benötigst Hilfe, kannst du das Sternchen im unteren rechten Eck anklicken. Ein neues Feld erscheint und dir wird ein Tipp im Dialekt des gesuchten Kanons gegeben.
Nach drei falschen Antworten, bist du Game Over und musst das Spiel von vorne beginnen. Hast du alle 6/12/18 Hinweise richtig gedeutet und hast herausgefunden wer den Böög geklaut hat, hast du das Rätsel gelöst und erhälst Ruhm und Ehre.
Hilfe

Bei Hilfe werden dir Tipps in den Dialekten, welche man unterscheiden kann gegeben und welche die schwieriger zu unterscheiden sind, wird ein Bild/GIF platziert.
Leben

Der Edelweiss steht für die Leben im Spiel. Man hat 3 Leben zur Verfügung. Jedes Mal, wenn eine falsche Karte gewählt wird, wird ein Leben abgezogen. Wenn man alle verloren hat, ist man Game over.
Fehler


Wenn man einen Fehler macht, wird ein Smiley in 2 verschiedenen Stufen gezeigt. Wenn man zum dritten Mal einen Fehler macht ist man Game over.
Die Gestaltung ist dezent gehalten, da wir sehr viele Elemente zeigen. Als prominente Farbe wird rot gewählt. Wir verzichten auf weitere Farben, da durch die Wappen eine grosse Buntheit erreicht wird. Einzig bei der Hilfefunktion, haben wir die Farbe Gelb benutzt.
Schriftwahl: Monospace erinnert an die Schreibmaschiene = Herkunft, Tradition. In unserem Spiel gehen wir oft auf die Spezialitäten der Schweiz ein.
Der Spieler lernt mittels Lesen der Karten die einzelnen Schweizer Dialekte besser kennen und verstehen. Da immer bekannte Objekte eines Kantones verschwinden, lernt der Spieler auch dessen Geschichte (es gibt eine separate ausführliche Seite), Rituale und Vorurteile gegenüber anderen Kantonen.
Für chluedo werden weitere Stories/Rätsel erscheinen. So kann der Spieler immer wieder auf chluedo.ch und neue Rätsel lösen. Je nach Story erscheint unter dem Titel chluedo ein anderer Claim. Bei der aktuellen Böög Story ist der Claim: «Wer hetten klaut?». Chluedo wird responsive aufgebaut und ist mobile angedacht. In der mobile-Version sind die Karten verhältnismässig kleiner, damit der Spieler genügend Platz hat, die Texte zu lesen.
Ein Multiplayer Spiel ist angedacht, auf dessen technische Umsetzung sind wir jedoch noch nicht weiter eingegangen. Wenn man dies umsetzen würde, bekäme jeder Spieler Punkte pro Karte die er richtig erratet. Wenn man jedoch einen Hinweis anfordert, verliert man wieder Punkte.
Bevor wir uns auf chluedo einigten, hatten wir einige andere Ideen:

De Böög isch klaut worde – wer heten gstohle? Es stellt sich use dass de Böög nöd würkli klaut worde isch, sondern dass en Zürcher ide Gelatiera di Berna nöd het chöne zahle und defür de Böög als Depot det lah het. D’Berner hend de Böög ez aber is Marzili gstellt. Döt gnüsster jetzt sini prächtig Ussicht.
Getexted wurden nur die Karten der leichten Story.
Ausgangslage Zürich: Hoi zäme. Mir chömet vo Züri zum Hoi säge. Aber hüt nöd nur zum Spass – nei ganz im Gegeteil. Irgenden Galööri (und das meini nöd nur wenns um de Fuessball gaht) het euse Böög klaut! Gopfridstutz was wird jetzt us eusem beliebte und traditionelle Füürbruch? Was wird us de rund 3500 Zünfter ih ihrne Kostüm und Uniforme? Oder us de über 350 Riiter und rund 50 Wäge wo im Kontermarsch durd Bahnhofstrass zum Sechselüteplatz fahret? Wend me zu eusem Traditionsfest wilsch wüsse klicksch da. Mir bruchet jetzt aber dini Hilf! Find de nägst Kanton wo dir witerhilft de Übeltäter so rasch wie möglich z’finde. Sind das echt die Tuble gsi wo meinet si heget di schöner Ussicht us ihrem Roche-Turm?
Hilfe Kanton Zürich: Lis dr Text nomol genau düre, det isch ä Hiwiis uf dr nägsti Kanton vrsteggt. Denn degg di richtig Karte uf.
Unsr Tipp: Und wär nit gumpt dä isch kai …?
BaselStadt: Du, saag emoll, kasch du aigedlig Baaseldytsch? Jää mir sage joo. Basel isch Wältglass! Mit üsem Dialägt sind mir em Rest vode Schwiz ä Schritt vorus. Und drum hän mirs au nid nötig en «Bööögh» z’klaue. Nach’m Aschermittwoch gahts a Morgenstreich – unseri drey scheenschte Dääg im Joohr. Mir hän di gröst Fasnacht in dr Schwiz und nei dä Urgnall isch gar nigs degeege. Ob Schwöbli oder Läggerli bi uns kunsch nöd z’kurz wens um s’Esse gaht. Bi uns kan au kei Chügelipastete oder e Biirewegge mithalte joo.
Luzern: Wieso setted genau mer öbbis stähle? Ide letschte johr hemmer en stetige Zuewachs im Tourismus gha. Plus en rüdig schöne Dialäkt – de schönscht vo de Schwiiz – chorz gseit eifach s’Zääni. Das chamer vo andere ned behaupte, die hend ned emol en rechtigi Hauptstadt. Hender Winterthur hört doch d Schwiiz eh uf. Das weiss doch jede. Die ghöret gar nömme zu de Schwiiz. Vermuetlech gets de Kanton gar ned. Wo ischer echt blobe de «Böögli»?
Thurgau: Bi üs im Thuogau isches ase schöö, luäg emol, wie dä Baum döt hinä blüät! Üsi Hügäl, Chüä und Landschaftä lockäd d’Lüt vo üborall ah und im Gägäsatz zu andone Kantön sind mio tiolieb und bringäd kei Wölf um. Am Bodäsee do simmo dihai und scho als chlini Zwiobäl go güüdlä und hämmos gnossä go Chrömlä am Kiosk. Üsä Dialäkt isch noitral und vorstoht mä wenigschtäns. Abo gopfvotoori mio schaffäd dä ganz liäb lang Tag und andori gönd scho am Mittag go aperöle als wüos kais morn me geh. Aseweg lut sinds und höräd nümä uf umäheepä.
Wallis: T’es déjà allé en Valais ? Si c’est le cas, tu sais que c’est le canton où les gens sont les plus heureux de toute la Suisse ! Les valaisans ont tout: montagnes, vins, raclette, des belles vaches, Christian Constantin et le FC Sion. En résumé, les valaisans sont des gens comblés. JAMAIS, ils n’auraient besoin de voler un « böög ». On ne sait même pas ce que c’est… par contre tous les cantons n’ont pas la même chance que nous… par exemple, pour certains la seule manière de s’amuser est d’aller regarder des ours déprimés dans une fosse. Ces gens pourraient avoir besoin d’un « böög » (??!) pour leur redonner un peu de joie de vivre.
Bern: Jaja die Walliser widr, denä muesch sowieso nüt gloube, z’beste Bispiu isch ja ihre «CC» säuber. Und was dr Bäregrabe ageit chani dr eis säge: Sit mr dr Lötschbärg boue hei, gsehni ir ganze Autstadt u dunge bim Bäregrabe fasch nur no Walliser uf Städtereis!
Aber item, zrügg zu dim «Böög» wod suechsch. Mir aus Houptstadt, Schwizermeischter und schönsti Stadt ar Aare heis doch nid nötig, öich dä Riisebäse z’chlaue! Viu meh isches so, dass ä Zürcher dr «Böög» het aus Depot hingerleit, woner ir Gelateria di Berna sini Gelati nüm het chönne zahle. Mittlerwile steit dr nöitouft «Löu» z’Bärn, dunge im Marzili und gniesst die schöni Ussicht ufd Aare und z’Bundeshuus.